Das Weinbaugebiet Sachsen


„Des Winzers Schwur“ von „so geht sächsisch

Das Anbaugebiet Sachsen umfasst heute ca. 535 ha Rebfläche und teilt sich in den „Bereich Meißen“ und den „Bereich Elstertal“. Das Weinbaugebiet befindet sich dabei nicht nur im Freistaat Sachsen (ca. 507 ha), sondern teilweise auch in Brandenburg (ca. 1,0 ha) und Sachsen-Anhalt (ca. 26 ha).


Die sächsische Weinstraße – der Bereich Meißen

Alle Flächen im Bereich Meißen zählen zur sächsischen Weinstraße die eine Länge von 55km hat, in Pirna beginnt, bis nach Diesbar-Seußlitz geht und an der, der sächsische Weinwanderweg verläuft.
Entlang der sächsischen Weinstraße werden offiziell seit dem 12. Jahrhundert Wein angebaut, vermutlich aber schon seit dem 11. Jahrhundert. Die Blütezeit lag im 16. und 17. Jahrhundert und erreichte eine Fläche von bis zu 6.000 ha Rebfläche. Im Anschluss erfolgte der Niedergang durch verschiedene wirtschaftliche Faktoren und Rebkrankheiten, wie der falsche sowie echte Mehltau und die Reblaus.
Ab den 1920er Jahren erfolgte dann langsam der Wiederaufbau und ein Großteil der Flächen wurde wieder zu Zeiten der DDR aufgerebt.

Heute bewirtschaften 37 Winzer Flächen im Haupterwerb, 41 Winzer im Nebenerwerb und ca. 1882 Winzer im Hobby (d.h. diese bewirtschaften weniger als ca. 2.000 m² Rebfläche) im Weinanbaugebiet Sachsen – Stand 2018 Freistaat Sachsen – der Weinbau in Sachsen.


Der Bereich Elstertal

Weinbau in Jessen, Bild Quelle „Weingut Hanke“

Etwas unbekannter ist der Bereich Elstertal. In diesem wurde Wein seit dem 13. Jahrhundert angebaut und die Region erlebte ebenfalls ihre Weinblütezeit im 15. und 16. Jahrhundert. Durch die Reblauskatastrophe und verschiedene wirtschaftliche Faktoren ging auch hier der Weinbau zurück.
In den 1990er Jahren starteten dann einige Weingüter u.a. das Weingut Hanke in Jessen sowie Weinbaugemeinschaften in Schlieben und Kleindröben neu. Nach dem Weingesetz mussten diese Regionen einer Weinbauregion angehören und somit entschieden sich die Winzer für Sachsen.


Klima

Der Weinbau im gesamten Anbaugebiet profitiert von seinen klimatischen Bedingungen und der idealen Lage. Der Frühling setzt später ein, dafür sind die Herbste trockener und langgezogener. Gleichzeitig herrschen kontinentale Klimaeinflüsse vor, die ab Anfang August für kühle Nächte (bis zu ca. 10°C) und somit eine stabile Säure in den Trauben sorgen. Tagsüber steigen die Temperaturen wiederum auf bis zu 30°C an und somit können Nährstoffe und Zuckerverbindungen eingelagert werden und die Trauben optimal reifen.